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Was ist ein Plagiat?
Und warum du es vor der Abgabe prüfen solltest.

Plagiat: Definition und was der Begriff bedeutet

Von einem Plagiat spricht man, wenn fremde Ideen, Textpassagen, Bilder oder sonstige schöpferische Leistungen übernommen werden, ohne die Herkunft sauber zu kennzeichnen. Die Arbeit einer anderen Person wird also als eigene präsentiert, und genau das ist nicht bloß moralisch fragwürdig, sondern kann auch juristisch heikel werden.

Gerade im Studium und in der Forschung wiegt ein Plagiat besonders schwer, weil es den Grundsätzen wissenschaftlicher Redlichkeit widerspricht. Eine korrekte Quellenangabe ist deshalb weit mehr als eine rechtliche Formalie: Sie gehört zum ehrlichen Umgang mit fremdem Wissen und hält den akademischen Austausch überhaupt erst zusammen.

Sprachlich geht der Begriff auf das lateinische plagium zurück, womit man einst den Menschenraub meinte. Im wissenschaftlichen Kontext beschreibt er heute den Diebstahl geistigen Eigentums. Entscheidend ist dabei: Ob die Übernahme mit Absicht geschah oder aus Versehen, spielt keine Rolle. Auch wer schlicht nachlässig zitiert und Quellen vergisst, kann sich dem Vorwurf eines Plagiats aussetzen.

Welche Arten von Plagiaten gibt es?

Direktes Plagiat

Textstellen werden wörtlich oder in Teilen übernommen, ganz ohne Zitat. Diese Variante ist die auffälligste und am leichtesten nachweisbare Form.

Paraphrasiertes Plagiat

Fremde Gedanken werden mit eigenen Formulierungen wiedergegeben, doch die Quelle fehlt. Auch umgeschriebene Passagen brauchen einen Beleg.

Selbstplagiat

Bereits veröffentlichte eigene Arbeiten werden erneut genutzt, ohne das kenntlich zu machen. Auch beim Rückgriff auf eigene Texte ist ein Verweis nötig.

Welche Folgen hat ein Plagiat?

Ein aufgedecktes Plagiat zieht ernste Konsequenzen nach sich, im Studium ebenso wie im späteren Berufsleben. Hochschulen prüfen Abschlussarbeiten, Hausarbeiten und Dissertationen inzwischen routinemäßig mit spezieller Software, sodass immer mehr Fälle ans Licht kommen. Die wichtigsten Folgen im Überblick:

Akademische Konsequenzen

Von der nicht bestandenen Arbeit über den Entzug bereits verliehener Titel bis zur Exmatrikulation ist vieles möglich. Hochschulen gehen hier konsequent vor und kontrollieren Einreichungen gründlich.

Rechtliche Konsequenzen

Wer fremdes geistiges Eigentum nutzt, riskiert Abmahnungen, Unterlassungsklagen und Forderungen nach Schadensersatz. Das Urheberrecht stellt kreative Werke ausdrücklich unter Schutz.

Berufliche Konsequenzen

Ein beschädigter Ruf kann die gesamte Laufbahn prägen. Ein einmal öffentlich gewordenes Plagiat bleibt der Fachwelt oft über Jahre in Erinnerung.

So vermeidest du Plagiate zuverlässig

Wer sich ein paar gute Gewohnheiten aneignet, umgeht Plagiate fast automatisch. Halte am besten schon beim Recherchieren jede Quelle sauber fest. Die meisten Fälle entstehen nämlich nicht aus Vorsatz, sondern durch unordentliche Notizen oder Hektik kurz vor der Abgabe.

Verbreitete Irrtümer über Plagiate

„Ich habe es nur paraphrasiert, das ist kein Plagiat." Das stimmt nicht. Auch eine Umformulierung braucht einen Quellenverweis. Fehlt der Beleg, gilt die Paraphrase als Plagiat.

„Das ist eine alte Quelle, die kennt niemand mehr." Ein Trugschluss. Prüfsoftware durchforstet neue wie alte Texte, Bücher und Hochschulschriften gleichermaßen. Das Alter einer Quelle schützt vor Entdeckung nicht.

„Ich habe nur ein paar Sätze übernommen." Auch wenige übernommene Sätze ohne Quellenangabe sind ein Plagiat. Nicht der Umfang ist ausschlaggebend, sondern die fehlende Zitation.

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